Weihnachtsstimmung in einer Leipziger Stube

Halleluja: Da das Fest der Liebe vor der Tür steht, statte ich vor ein paar Tagen einer Bekannten im Leipziger Norden einen Besuch ab. In dem 50 Quadratmeter großen Wohnbereich des Einfamilienhauses leuchtete und funkelte es schon feierlich. Heiligabend kann also kommen! Der Tannenbaum werde aber tatsächlich erst am 24. Dezember gegen Mittag aufgestellt, berichtet mir Anja, die mit Partner, Sohn und Kater Tiger unter einem Dach wohnt. „Der Mann im Haus kümmert sich ums Aufstellen, die Frau um die Deko“, sagt die Hausherrin und muss schmunzeln.

Und sie dreht sich

Eine 80 Zentimeter große, zweistöckige Pyramide überstrahlt mit ihrem Kerzenlicht das ganze Zimmer. Anjas Vater, der als Monteur zu DDR-Zeiten im Erzgebirge unterwegs war, lernte vor 30 Jahren die traditionelle Holzschnitzkunst schätzen und lieben. Die Tochter (40) erinnert sich noch, den Papa an der Drechselbank beobachtet, viel gelernt und (manchmal) mitgemacht zu haben. Mit viel Liebe zum Detail hatte der Familienvater damals wochenlang anhand einer Schablone unzählige, kleine Dachschiefern und Zaunslatten mit der Laubsäge ausgeschnitten, den Drehteller und die Kerzenhalter gedrechselt.


Alle Jahre wieder zur Adventszeit holt sie das großartige Kunstwerk vom Dachboden und freut sich gemeinsam mit der Familie und Freunden auf eine heimelige Stimmung in der guten Stube. Etwas Blühendes darf aber auch nicht fehlen: In diesem Jahr sorgen ein paar Alpenveilchen für frisches Grün in der Hütte.

Kerzenschein in 360-Grad


Im Regal neben dem Esstisch, der mit Tannengrün, bunten Kugeln und weihnachtlicher Deko zugedeckt ist, steht Anjas Räuchermännchen-Sammlung. Einige der zehn Holzfiguren seien hornalt, plaudert sie. Wenn es die Zeit zulässt, fährt die Leipzigerin ins winterliche Seiffen, um ein neues „Raachermannel“, wie der Erzgebirgler sagt, für die eigenen vier Wände zu kaufen.
Als kreativer Mensch hat Anja natürlich auch ein selbstgefertigtes Adventsgesteck, diesmal mit roten Kerzen, Orangenscheiben und weißen Kügelchen. Auch unter Freunden sind selbstgebastelte Geschenke oder Kekse aus dem heimischen Backofen der Renner.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und freue mich, Sie auch am nächsten Freitag wieder „Unterm Dach“ begrüßen zu dürfen. Dann gibt’s die Top-Ten-Wohnblogs des letzten halben Jahres zu sehen!


5 Gedanken zu “Weihnachtsstimmung in einer Leipziger Stube

  1. Margit Küster

    Es richtig Weihnachtlich geschmückt, wunderschön da kann der Weihnachtsmann

    kommen. also ein schönes Weihnachtsfest wünschen Ihnen

  2. Kathy

    Sehr schön weihnachtlich geschmückt. Die kleine Skihütte mit den kleinen Schneemännern davor, ist bezaubernd. 😊

  3. Andreas

    Ich bin von der Dekoration absolut begeistert. Da wurde mit Liebe zum Detail ein kleines Weihnachtswunderland geschaffen. Ich hoffe mal, dass die Feiertage der Bewohnerin dann standesgemäß zum Ambiente waren. Falls Sie mitlesen: Was hat die Katze denn alles umgeworfen? 😉

  4. Regina Katzer

    Hallo Andreas,

    ich werde die Frage an die Bewohnerin weitergeben und eine Antwort im neuen Jahr liefern.

    Guten Rutsch und alles Gute für 2018
    Regina Katzer

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