Daniel und sein Küchenparadies

Hausbesuch bei Conny und Daniel (Foto: Regina Katzer)

Im Labyrinth der Meyer’schen Häuser in Leipzig-Kleinzschocher war ich vergangenen Sonntag auf der Suche nach Daniel und Conny Bäzol, die ich genau vor einem Jahr schon einmal besuchen durfte. „Wir leben seit zehn Jahren hier und unsere vier Wände mussten endlich mal renoviert werden“, plaudert der gebürtige Leipziger Hobbykoch, der im Mai 2017 bei der ZDF-„Küchenschlacht“ am Herd sein Bestes gab.

Ein neues Raumgefühl

Das Herz der Zwei-Zimmer-Wohnung ist die gemütliche Küche mit Balkon: Die hat nicht nur eine andere Wandfarbe bekommen, sondern auch neue Schränke, Stühle und Regale – und sich in ein wahres Paradies für den Foodblogger verwandelt.

Bevor ich die knapp 64 Quadratmeter unter die Lupe nehmen kann, wirft sich Daniel (43) die Küchenschürze über und zaubert seiner Gemahlin Conny (50) ein leckeres Frühstück aus Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Eiern. Auch ich nehme am alten, hölzernen Küchentisch auf den neuen, weißen Studiostühlen Platz und koste mit großem Appetit das Shakshuka, ein israelisches Nationalgericht. Abgelenkt werde ich nur von den bunten Messingschildern an den Wänden, die mir suggerieren, dass kochende Männer das Beste auf der Welt sind.

Aus alt mach neu

Mit der Renovierungsaktion haben die beiden vergangenen Herbst angefangen. Die Außenwände mussten wegen Schimmelbefalls neu verputzt werden. Raum um Raum, Stück für Stück, immer nach der Arbeit, erzählt Arzthelferin Conny. Die neue Küche in Beton-Optik wurde schon im August geplant, von einem regionalen Küchenstudio in drei Monaten umgesetzt und maßgenau hergestellt. Der Aufbau dauerte lediglich einen Tag, das Chaos wesentlich länger. Mit dem Endergebnis sind beide jedoch höchst zufrieden – denn jetzt gibt’s mehr Stauraum und viel mehr Platz, um sich kreativ auszutoben. „Alles ist strukturierter, ich kann hier locker für mehrere Personen kochen“, freut sich Daniel über die Neuanschaffung.

Obstkisten

Ein Hingucker sind auch die neuen weißen Holzregale mit Gewürzen und vielen Kleinigkeiten, die der kochende Mann für seine brodelnde Leidenschaft braucht. Die aufgearbeiteten Obstkisten, die auch im Badezimmer stehen, hat Conny im Internet gefunden. Ein herkömmliches Regal hätte die beiden über 500 Euro gekostet, das Küchenregal schlug mit knapp 100 zu Buche.

Neue Küche in 360-Grad-Optik

Auch Wohn- und Schlafzimmer sind viel heller und freundlicher geworden. Die bekamen eine neue Wandfarbe und Gardinen verpasst, ein paar neue Schränke aus dem schwedischen Einrichtungshaus stehen im Raum und eine Kaffee-Deko-Tischlampe für die Ehefrau schmückt den Esstisch.

Doch eigentlich ist Conny eine passionierte Teetrinkerin und hat eine eigene Schublade voller verschiedener Sorten. Außer schwarzen Tee, den mag sie nicht. Die Musik der Schwarzen Szene hingegen läuft die ganze Zeit im Hintergrund – beide gehen schon jahrelang aufs Leipziger Wave-Gotik-Treffen zu Pfingsten und zu einschlägigen Konzerten.
Nach einem letzten Blick auf den Balkon, wo sich auf den neuen Holzfliesen die Katzen Cosimo, Felix und die blinde Krümel wohlig räkeln, verabschiede ich mich von meinen herzlichen Gastgebern.

Rückblick

Blick in die Wohnung im Juni 2017

5 Gedanken zu „Daniel und sein Küchenparadies“

  1. Die neue Küche ist wirklich schön geworden.

    Dieses Shakshuka – das israelische Nationalgericht werde ich auf jeden Fall mal nach kochen. Habe es schon abgespeichert. Das sieht lecker aus. Und ohne das Fladenbrot ein schönes Low carb Gericht.

  2. Tja da hat mein Kommentar von vor einem Jahr (doch) was bewirkt. Die Wohnungen und speziell im Erdgeschoss sind dort wirklich sehr dunkel und schlecht natürlich ausgeleuchtet. „und „Auch Wohn- und Schlafzimmer sind viel heller und freundlicher geworden . Die Außenwände mussten wegen Schimmelbefalls neu verputzt werden. Raum um Raum, Stück für Stück, immer nach der Arbeit.“ Den Beiden viel Spaß in ihrer renovierten Hütte.

  3. Ich hatte mich schon gefreut, endlich mal ein Staubkorn zu entdecken, war leider nur Fliegendreck auf meinem Monitor.
    Wieso sehen die Wohnungen immer so unbewohnt aus? Wir bemühen uns auch immer redlich, die Wohnung sauber zu halten. So wie beim Wohnblog ist es einfach nicht zu schaffen.

  4. Danke für die netten Kommentare .

    @Schnuffel: Klar kann man das Brot weglassen, ist sowieso nur optional. Das Gericht verträgt durchaus noch mehr Würze als im Blog bei mir angegeben. Aber jeder wie er mag. Gibt es bei uns auf jeden Fall öfter. Viel Erfolg beim Nachkochen.

    @Firseur Kleinekorte: Durch Neuanschaffungen hatten wir natürlich auch mehr Möglichkeiten direkt auf die Gegebenheiten unserer Wohnung einzugehen. Die alten Möbel haben Conny und ich schon mitgebracht aus unseren vorherigen Wohnungen, also wild zusammengewürfelt.

    @Conrad: Wir haben vorher extra geputzt weil Regina eine hochauflösende Kamera mitbringt und wir da Angst haben das jeder Krümel von Lesern gezählt würde und wir dann als Dreckspatzen gelten. Als Regina weg war, haben wir natürlich alles wieder verwüstet 🙂
    Nein im Ernst, wir putzen auch nicht mehr wie andere, zudem machen die 3 Katzen auch genug Dreck – Haare und Streu findest Du in der ganzen Wohnung.
    Bin selbst erstaunt wie sauber und ordentlich die Wohnung auf Reginas Bildern aussieht. Bestimmt alles mit Photoshop bearbeitet 🙂

    @Regina: Danke für Deinen 2. Besuch bei uns, sehr interessant auch für uns wenn wir beide Artikel vergleichen.

    LG Conny und Daniel

  5. Oh, oh – der Orient ist die Heimat der Gewürzküche!! Da scheint mir doch am Shakshuka Rezept noch Luft nach oben ;)) Natürlich gibt es von diesem Gericht ganz viele Varianten, aber mein Favorit wird – außer mit den genannten Gewürzen – noch mit Lorbeerblatt, Thymian, Safran, Cayennepfeffer und – gaaanz wichtig – Koriandergrün zubereitet. So gegessen in einem kleinen Restaurant in einer winzigen Gasse in Jaffa, das so heißt wie seine Spezialität und immer brechend voll ist. Man kann außer Feta auch Joghurt oder Labneh ( libanesischen Frischkäse )dazu reichen. OMG – mir läuft gleich das Wasser im Mund zusammen ….

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